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Umweltzone Leipzig - Was kommt auf uns Autofahrer zu?

Umweltzone Leipzig kommt zum 01.01.2011!

 

Start der Umweltzone: 01.01.2011: Fahrverbot für rote und gelbe Plakette!

 

Aktuelles

Wenn dann richtig, dachte sich wohl die Stadt Leipzig bei der Planung der Umweltzone. Die Umweltzone kommt am 01.01.2011 und es dürfen nur Fahrzeuge mit grüner Plakette, das heißt alle Pkw mit Ottomotor inklusive geregeltem Katalysator sowie Dieselfahrzeuge mit Euro 4 und Euro 3 mit Partikelfilter, sowie Pkw ohne Verbrennungsmotor einfahren. Alle anderen müssen draußen bleiben, es sei denn sie haben haben eine Ausnahmegenehmigung oder das Fahrzeug wird nachgerüstet. Partikelfilter werden noch bis zum Ende dieses Jahres mit 330€ steuerlich gefördert.

 

Archiv

Bisher kann sich die Verwaltung die Umweltzone ausschließlich im Innenstadtbereich vorstellen. Die Grünen fordern eine Ausdehnung auch auf Wohngebiete.

Rohstoffe.ad-hoc-news.de meldet am 09.03.2008

MDR: Keine Umweltzonen in Mitteldeutschland in diesem Jahr

In Mitteldeutschland sind laut MDR Info in diesem Jahr keine Umweltzonen geplant. Lediglich Dresden wolle einen solchen Bereich bis 2010 in der Innenstadt einrichten. Gerhard Ritscher vom Dresdner Amt für Mobilität sagte am Sonntag dem Radiosender: «Man wird in diesem Jahr ganz zielgerichtet über einen Zuschnitt einer Umweltzone in Dresden nachdenken.» Sie werde spätestens am 1. Januar 2010 eingerichtet werden müssen. In Leipzig will das Amt für Umweltschutz laut MDR Info Erkenntnisse aus anderen Städten wie Berlin abwarten, ob die Umweltzonen überhaupt den gewünschten Effekt haben.

zum kompletten Artikel

Familienfreund.de meldet am 18.02.2008

wie bürgermeister heiko rosenthal (die linke) bekannt gab, werden in leipzig trotz hoher feinstaub-belastung vorerst keine umweltzonen eingerichtet.
 
der umweltdezernet sei gegen blinden aktionismus. er befürworte sinnvolle und langfristige massnahmen zum schutz der leipziger. wenn die einführung der umweltzonen in berlin und köln den erwarteten erfolg bringen sollte
und es zu einer abnahme der belastung durch feinstaub in den betroffenen bereichen kommt, werde man auch in leipzig umweltzonen einrichten, um den verkehr aus der innenstadt zu leiten.

weiterhin denkt rosenthal daran, es paris gleichzutun und das silvesterfeuerwerk in der innenstadt zu verbieten. „wir haben beim jahreswechsel 2007/2008 wenige stunden nach mitternacht noch werte von 4000 mikrogramm pro kubikmeter luft erreicht", begründete er seine überlegungen. die eu schreibt einen richtwert von maximail 50 mikrogramm sogenannter pm-10-partikel vor.

im moment konzentriert man sich bei der umsetzung des aktionsplanes in leipzig hauptsächlich auf den nahverkehr. so wurden alle busse mit rußpartikelfiltern ausgestattet. in einem modellprojekt wird derzeit ein hybridbus getestet. für den ausbau des rad- und gehwegenetzes hat leipzig im haushalt 2008 knapp 1,5 millionen euro veranschlagt. bei der abfallwirtschaft werden nur noch erdgasfahrzeuge eingesetzt und auch die dienstwagen der stadtverwaltung sollen nach und nach ausgetauscht werden.

 Die Leipziger Intenet Zeitung veröffentlichte am 08.01.2008 folgenden Artikel:

 

Umweltzonen für Leipzig: Wenn die Stadt nicht handelt, wollen die Grünen vor Gericht ziehen
 
 
 
  veröffentlicht von: Redaktion am Dienstag, 08. Januar 2008
 

Wie liest es sich so schön, wenn man im Webauftritt der Stadt Leipzig das Wort "Umweltzone" sucht? "Ihre Suche nach 'umweltzone' hat keine Ergebnisse erbracht. Bitte versuchen Sie es mit einem anderem Begriff." Der eifrige Sucher bekommt dann die "Umweltziele" der Stadt angeboten, zuletzt 2003 aufbereitet. Im Vorwort lächelt noch Umweltdezernent Holger Tschense dem Publikum entgegen.

Grundlage sind die Umweltziele, die der Stadtrat 1996 beschlossen hat. Wer rechnen kann, darf's tun: Das sind bald 12 volle Jahre. Und zum Thema Feinstaubbelastung sind als Jahresmittelwert definiert: 20 Mikrogramm je Kubikmeter. 2005 aber verzeichnet das Sächsische Landesamt für Geologie und Umwelt an der Messstation Hauptbahnhof einen Tagesmittelwert von 39,89 und in der Lützner Straße von 37,70 Mikrogramm. Klare Aussage: Ziel verfehlt.

Alle im Luftreinhalteplan aufgelisteten Maßnahmen haben nichts gebracht. Oder anders formuliert: Es sind allesamt Maßnahmen, die augenscheinlich so ausgewählt wurden, dass sie nichts bringen können. Außer die Begründung für immer neue Straßenaus- und -neubauten. 2005 wäre also definitiv das Jahr gewesen, in dem das alte Maßnahmepaket hätte kassiert werden und der Umweltdezernent beauftragt werden müssen, ein neues zu erarbeiten.

Aber der hatte ja bekanntlich gerade seine Knöllchen-Affäre am Hals. Und sein Nachfolger hat die miese Bilanz auch erst mit dem jüngsten Klimaschutzbericht der Stadt Leipzig begriffen. Was nicht heißt, dass es bald schon Handlungsergebnisse gibt. Jetzt machen Leipzigs Grüne Druck. Ihr Vorstandssprecher Jürgen Kasek fordert die sofortige Einrichtung von Umweltzonen in Leipzig. Er verweist auf eine aktuelle Studie der medizinischen Universität der Stadt Wien, die die evidenten Zusammenhänge zwischen Feinstaub, der Hauptemissionsquelle Autoverkehr und den dramatischen Folgen belegt.

Eine Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kommt zu dem Schluss, dass europaweit 300.000 Menschen jedes Jahr an den Folgen von Feinstaub sterben, allein 70.000 davon in Deutschland. Auch geben führende Wissenschaftler zu bedenken, dass die Grenzwerte der europäischen Union viel zu hoch seien.

"Diese Zahlen und Daten sind erschreckend", erklärt Jürgen Kasek. "Noch erschreckender ist es aber, dass in einer der deutschlandweit am stärksten belasteten Städte, entscheidende Maßnahmen, wie etwa die Ausweitung von Umweltzonen oder ein Verbot des LKW Durchgangsverkehrs, wie vom Bundesverwaltungsgericht in dem inzwischen hinreichend bekannten Feinstaub-Urteil aufgeführt, nach wie vor auf sich warten lasse."

Er sieht die Unterlassungssünden eindeutig im Rathaus verursacht. "Die Stadtverwaltung und an ihrer Spitze ein offensichtlich überforderter OBM, riskieren die Gesundheit der Leipziger Bürger, durch ihre mangelnde Handlungsbereitschaft. Momentan heißt es, es sei noch nicht entschieden worden. Wieder einmal verschläft Leipzig den Zeitpunkt zu handeln, andere Städte mit ähnlichen Problemen, wie Berlin, Stuttgart oder München sind da bereits wesentlich weiter. Selbst die Landeshauptstadt Dresden ist bereits in der Umsetzungsphase zur Schaffung von Umweltzonen angelangt."

Nur Leipzig träume vor sich hin. Sollte sich die Stadtverwaltung nicht zu einem entschiedenen Handeln in kürzester Zeit durchringen, wäre es an der Zeit, den vom Bundesverwaltungsgericht gewiesenen Weg zu gehen, meint Kasek. Will heißen: Die GRünen würden die Einführung von Umweltzonen vor Gericht einklagen. "Wir sind in erster Linie nicht daran interessiert, dass der Kommune zusätzliche Kosten entstehen", sagt Kasek. "Aber wenn Appelle nichts fruchten und die Gesundheit der Bürger leidet, ist es an der Zeit zu handeln."

Diesen Artikel finden sie auch auf der Homepage der Leipziger Internet Zeitung unter http://www.l-iz.de/

Diskussion um Umweltzone beruhigt sich

Krahmer: Lärm um Feinstaub abgeklungen

 

17.08.2007

"Während es in den vergangenen Jahren viel Lärm um die Einhaltung der Feinbstaubgrenzwerte gab, ist es in diesem Jahr plötzlich kein Thema mehr," wundert sich der Leipziger Europaabgeordnete Holger Krahmer, der zur Zeit als Berichterstatter des Parlaments für die Überarbeitung der EU-Feinstaubrichtlinie arbeitet.

"In diesem Jahr sieht die Feinstaubbilanz von Leipzig ganz gut aus. Bis jetzt haben wir erst an 24 Tagen den Grenzwert überschritten. Anders gesagt. Letztes Jahr lag Tag 35 der Überschreitungen schon im Februar, jetzt ist es August und Tag 35 ist in weiter Ferne! Das ist deutlich seltener als in den letzten Jahren. Deshalb ist es um das Thema wohl auch ruhig geworden. Aber das finde ich ganz gut so, schließlich ist die ganze Aufregung der letzten Jahre mit nichts zu rechtfertigen gewesen. Selbst in den letzten Jahren mit fast 80 Überschreitungen im Jahr gab es keinen Grund für Hysterie. Seit der Wende ist unsere Luft in Leipzig um 95 Prozent reiner geworden. Das zeigt doch schon beeindruckend, dass Leipzig auf dem richtigen Weg ist."

Krahmer begründet, warum die Feinstaubbelastung in diesem Jahr so gering bleibt: "Das ist so einfach, dass Sie mir das nicht glauben werden: Das liegt am Wetter! Ein großer Anteil vom Feinstaubaufkommen entfällt, wenn die Winde günstig sind, die Temperatur mild und das Wetter nass ist. Ganz einfach."

Als Umweltzone wird ein, meist im Innenstadtgebiet liegender Raum bezeichnet, indem für bestimmte Fahrzeuge ein Fahrverbot ausgesprochen wird, um die Luftbelastung durch die Emission gesundheitsschädlichen Feinstaubs und Stickoxiden (beides sind Bestandteile von Autoabgasen) zu senken.

In diesem Zusammenhang sind auch die klimaschädlichen CO2-Emissionen zu erwähnen, für die jetzt auf freiwilliger Basis auch Klima-Vignetten zur CO2-Kompensation ausgestellt werden können.  Informationen sind hier erhältlich

 

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