Zu Fahrverboten aus Umweltgründen in Italien erhalten Sie hier ... weiter Informationen. Auszüge aus einem Vortrag von Dipl. - Geogr. Christof Hertel, TU Hamburg Hamburg


Umweltzonenkonzepte sind sehr vielfältig und der Übergang zu reinen Mautkonzepten ist dabei meist fließend. Die Größe der jeweils umgrenzten Räume ist sehr unterschiedlich, von 1 – 100 km². Große Umweltzonen strahlen aber eher auf das gesamte Stadtgebiet aus und beeinflussen dieses. Das Zufahrtsverbot einerseits steht dem Konzept des Mautpreises entgegen. Je nach Gewichtung des ökologischen Ziels im Zielsystem werden dabei unterschiedliche Strategien umgesetzt.


Die zentralen Maßnahmen einer Umweltzone sind die Zufahrtsbeschränkungen für bestimmte Fahrzeugklassen und -größen, Gebiete, Zeiten sowie Verkehrsarten. Benötigt werden Zufahrtserlaubnisse für Fahrzeuge mit Erfüllung und Sichtbarmachung von festgelegten Kriterien sowie gebührenpflichtige Zufahrtserlaubnis mit Einfahrtsüberwachung, zum Teil gestaffelt nach räumlichen, zeitlichen oder fahrzeugspezifischen Kriterien. 

Die Ver- und Entsorgung der Umweltzonen durch den Wirtschaftsverkehr ist in allen Anwendungsbeispielen gewährleistet. Der Wirtschaftsverkehr ist jedoch häufig vom Einrichten einer Umweltzone am stärksten betroffen. Der Quell-, Ziel-, und Binnenverkehr hat kaum Möglichkeiten zur Meidung der Umweltzone. Zugleich ist er größter Nutznießer durch die bessere Anliefersituation, durch weniger Verkehrsstaus und durch ein innovatives Milieu für neue Kooperations- und Optimierungsmöglichkeiten. 
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